Austauschfahrt Dänemark, Tag 3

Heute haben wir uns, wie gestern schon erwähnt, um 7:30 getroffen und sind dann mit dem Zug nach Kopenhagen gefahren. Wie zu erwarten war ich todes – heftig müde und selbst Mr. Kaffee konnte da nicht wirklich weiter helfen. Als erstes haben wir das das „Folketinget“, das Parlament, besichtigt und irgendeinen Politiker getroffen. Der hat uns n bisschen was erzähl und wir sind ewig lange durch das riesige und, zugegeben, unglaublich schöne Gebäude gelaufen. Danach haben wir uns noch die königliche Bibliothek von außen angeguckt und sind dann zum „Rundetårn“, einem alten Aussichtsturm, gegangen. Nachdem wir dort hochgelaufen sind hatten wir ca. 4 ½ Stunden Freizeit in Kopenhagen. Ich bin mit H. und I. gegangen. Wir sind erst ein wenig rumgebummelt und haben uns ein paar Geschäfte angeguckt und dann meinte I., dass wir ja Frozen Yogurt essen gehen können. Nachdem wir gefühlte Ewigkeiten durch die Innenstadt geirrt sind, um einen Frozen Yogurt Laden zu finden, haben wir es schließlich aufgegeben und uns in ein anderes Café gesetzt. I. und ich haben ein Stück super leckere Schoki – Torte gegessen. Wir haben umgerechnet 5€ pro Kuchenstück bezahlt. Fünf Euro! An Großstadtpreise, werde ich mich glaub ich niemals gewöhnen…Um 17:45 haben wir uns dann alle wieder am Rundetårn getroffen und sind alle im türkischen Restaurant „Ankara“ essen gegangen. Das Buffet war super lecker, was nur etwas, ich nenn’s mal ungünstig, war, war, dass wir nur ein kleines Getränk bestellen durften. Sprich: eine kleine Cola für zwei Stunden sitzen und zwei Portionen essen… Danach sind wir alle wieder zum Bahnhof gegangen und haben uns in den Zug zurück nach Allerød gesetzt. Als einige von uns deutschen Mädels sich mit ein paar von den dänischen Mädels in ein Abteil gesetzt haben, ist plötzlich ein Typ reingekommen, hat einer Dänin auf den Kopf gehauen und irgendwas auf Dänisch gesagt. Weil die Däninnen ziemlich verstört ausgesehen haben, haben wir gefragt, ob sie den Typen gekannt haben und was er gesagt hat. Die meinten, dass sie den nicht kannten und, dass er „Ihr werdet gleich alle sterben“ gesagt hätte. Wir sind alle ins Abteil von unseren Lehrern gegangen und haben drum gebeten, dass wir alle aussteigen und einen anderen Zug nehmen. Die Lehrer meinten nur, dass schon nichts passieren wird und, dass das nur ein dummer Scherz von einem Betrunkenen war und was hier schon passieren könnte. Wir meinten, dass Kopenhagen ja nicht unbedingt eine Kleinstadt ist und dass erst kurz bevor wir gekommen sind einige von der IS festgenommen wurden. Daraufhin hieß es nur noch, dass wir uns nicht so anstellen sollen. Wir waren durch mit den Nerven und wollten nur noch nach Hause. Leider mussten wir noch etwa 20 Minuten fahren und wir sahen, dass der Typ durch die anderen Abteile gegangen ist und dass er auch anderen Leuten auf den Kopf gehauen hat. Was er gesagt hat, konnten wir zwar nicht verstehen, aber wir haben einfach mal interpretiert, dass er denen das Selbe gesagt hat wie uns. Als wir bei K. angekommen sind, bin ich ziemlich direkt in „mein“ Zimmer gegangen und habe mit meiner Mama telefoniert. Sie hat sich ziemlich über das Verhalten unserer Lehrer aufgeregt und meinte, dass sie mit anderen aus dem Elternbeirat sprechen wird. Dann hab ich noch mit P. telefoniert. P. ist für mich quasi wie eine Mischung aus großem Bruder, den ich nie hatte, bester Freund und Mensch, den ich jeder Zeit heiraten würde. Er ist für mich einfach ein Vorbild und ich kann mit ihm über alles reden. Nachdem wir telefoniert haben, hab ich erstmal tief durchgeatmet. Der Tag war schon ziemlich anstrengend und verrückt…Morgen treffen wir uns wieder um 7:30, müssen uns dann schon von unseren Dänen verabschieden und fahren dann alleine nach Christiania, der sogenannte „Staat im Staat“. Morgen mehr dazu. Bis dahin, gute Nacht❤Spruch des Tages: Wir leben zu sehr in der Vergangenheit, haben Angst vor der Zukunft und vergessen dabei völlig, die Gegenwart zu genießen.

13.4.16 22:25

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